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Impressum
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"Innovationen und Komplikationen in der Behandlung von Zwängen und Zwangsspektrumsstörungen“
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Gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e. V. (DGZ), des Institutes für Fort- und Weiterbildung in klinischer Verhaltenstherapie e. V. (IFKV) Bad Dürkheim und der AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim am 01. und 02. Oktober 2010 in Bad Dürkheim
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Abstracts Workshops
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F1
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Die pathologische Eifersucht und ihre Behandlung
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Ecker
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F2 S19
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Kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Zwangsstörung
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Goletz
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F3 S21
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Einsatz von Achtsamkeitsstrategien in der Expositionsbehandlung
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Osen Schriefer
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F4
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Schematherapie bei Zwangsstörungen
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Roediger Knauß
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F5
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Psychosocial treatment for tic and habit disorders
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O’Connor
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F6 S20
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„...und wenn der rote Fleck doch Blut ist?“ – Komplikationen in der Durchführung von Expositionsbehandlungen bei Handlungs- und Gedankenzwängen
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Hillebrand
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F7
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Zwang und Trauma – Workshop für Betroffene
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Fricke
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F8
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Betroffenenworkshop 2: Gegen den Zwang kämpfen - Wege aus dem Zwang
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Müller
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F14
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Das Gruppenkonzept für die Behandlung von Zwangspatienten an der AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim
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Volkwein
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S9
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Die Funktionalität von Zwängen und ihre Auswirkungen auf die Therapieplanung
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Wieland Dehmlow
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S10
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Akzeptanz- und Commitment-Therapie bei Zwangsstörungen
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Sonntag
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S11 F22
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Verhaltenstherapie bei überwertigen Ideen und magischem Denken
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Hoffmann Hofmann
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S12
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Pathologischer PC/Internet-Gebrauch: Krankheitsmodell, diagnostische und therapeutische Ansätze
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Schuhler
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S13
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Sozialmedizinische Aspekte der Zwangserkrankung
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Guldin
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S15
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Betroffenenworkshop 3: Mit dem Zwang leben...?!
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Boekhoff
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S16
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Betroffenenworkshop 4: Trichotillomanie
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Peters
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S17
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Der Zwang in meiner Nähe - Workshop für Angehörige von Zwangskranken
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Fricke Rufer Hartmann
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S18
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Erfahrungen mit ambulanter Gruppentherapie bei Zwängen unter Berücksichtigung spezifischer sozialer Defizite
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Oelkers Schink
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F1 Die pathologische Eifersucht und ihre Behandlung (Willi Ecker)
Die pathologische Eifersucht wird nicht als nosologische Einheit, sondern als Symptom unterschiedlicher Störungsbilder betrachtet. Ihre Definition, ihre Abgrenzung von normaler Eifersucht und ihre diagnostische Verortung sind umstritten. Trotz noch fehlender epidemiologischer Daten gibt es indirekte Hinweise darauf, dass es sich um ein relatives häufiges klinisches Problem handelt, welches mit hohem Leidensdruck der Betroffenen (Suizidversuche in 20 % der Fälle) und starken Gefährdungen für die „Opfer“ (z.B. nicht selten Tötungsdelikte) einhergeht. Es existieren zahlreiche, konkurrierende Erklärungsansätze und vielfältige, allerdings empirisch nicht oder nur unzureichend überprüfte Behandlungsoptionen. Nach einem Überblick über den aktuellen Stand des Wissens werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen ausführlicher dargestellt. Insbesondere werden hierbei Behandlungsvorschläge fokussiert, die sich aus einer Konzeptualisierung der pathologischen Eifersucht als Zwangsspektrumsstörung ableiten lassen.
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F2 Kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Zwangsstörung (Hildegard Goletz)
Zwangsstörungen bei Kindern und Jugendlichen beinhalten meist multiple Zwangsgedanken und Zwangshandlungen und sind häufig mit deutlichen Beeinträchtigungen bezüglich schulischer oder beruflicher Leistungen, Gleichaltrigenbeziehungen und des Familiensystems verbunden. Sowohl für die betroffenen Kinder und Jugendlichen als auch für deren Eltern und Geschwister erweisen sich Zwangsstörungen häufig als extrem belastend. So können beispielsweise Wasch-, Reinigungs-, Kontroll-, Wiederholungs-, Berührungs- oder Ordnungszwänge, die die einzelnen Familienmitglieder behindern bzw. einschränken, sowie nicht enden wollende Frage- und Rückversicherungszwänge, aber auch Aggressionen die Familie zur Verzweiflung bringen. In vielen Familien wird das alltägliche Leben völlig auf den Kopf gestellt. Es konzentriert sich alles auf das betroffene Kind, Geschwisterkinder fühlen sich häufig vernachlässigt, und ein „zwangsfreies“ Familienleben ist kaum mehr möglich. Familien bemühen sich vorwiegend darum, sich an den von der Zwangsstörung des Kindes dominierten Familienalltag anzupassen. Diese Anpassung erfolgt dadurch, dass die Familien aus Hilflosigkeit heraus eigene Regeln entwickeln, wie z. B. die Zwangssymptome des Kindes (passiv) zu „ertragen“ bzw. aktiv das Kind bei der Durchführung von Zwangssymptomen zu unterstützen. Mögliche Bemühungen von Familienmitgliedern, sich der Einbindung in die Zwangssymptomatik zu widersetzen, sind häufig mit endlosen Diskussionen und Aggressionen in der Familie verbunden.
Einbindungen der Familienmitglieder in die Symptomatik oder Unterstützungen durch die Familie, Bewältigungsstrategien hinsichtlich der Zwangssymptomatik des Kindes und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Familie, elterliches Erziehungsverhalten sowie familiäre Interaktionen können für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangsstörung, aber ebenso für die Etablierung und Stabilisierung therapeutischer Effekte äußerst bedeutsam sein. Infolgedessen kann die Einbeziehung der Eltern (gegebenenfalls auch von Geschwistern) in die therapeutische Behandlung des Kindes von enormer Wichtigkeit sein.
Im Fokus der im Rahmen des Workshops zu vermittelnden Therapieansätze steht eine multimodale verhaltenstherapeutische Behandlung, die gegebenenfalls mit einer pharmakologischen Therapie kombiniert werden kann. Neben der Psychoedukation umfasst das therapeutische Vorgehen familienzentrierte Interventionen, Expositionsbehandlung mit Reaktionsverhinderung und kognitiv-therapeutische Interventionen.
Literatur: Döpfner, M. (1999). Zwangsstörungen. In: Steinhausen, H.-C.; von Aster, M. (Hrsg.) Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin bei Kindern und Jugendlichen. 2. Auflage, Weinheim: Psychologie Verlags Union, S. 271-326.
Döpfner, M. & Goletz, H. (2008). Zwangsstörungen. In F. Petermann (Hrsg.), Lehrbuch der klinischen Kinderpsychologie (6. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.
Döpfner, M., Breuer, U., Hastenrath, B. & Goletz, H. (2007). Wirksamkeit und Langzeitstabilität verhaltenstherapeutischer Interventionen bei Jugendlichen mit Zwangsstörungen. Kindheit und Entwicklung 16, 129 - 138.
Goletz, H.; Döpfner, M. (2009). Zwangsstörungen. In: Petermann, F. (Hrsg.). Fallbuch der Klinischen Kinderpsychologie (S. 121-141). Göttingen: Hogrefe.
Kozak, M. J.; Foa, E. B. (2001). Zwangsstörungen bewältigen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual. Göttingen: Verlag Hans Huber.
Lakatos, A.; Reinecker, H. (2007). Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen. Ein Therapiemanual. 3. Auflage, Göttingen: Hogrefe Verlag für Psychologie.
Oelkers, C.; Hautzinger, M.; Bleibel, M. (2007). Zwangsstörungen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual. Weinheim, Basel: Beltz Verlag.
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F3 Einsatz von Achtsamkeitsstrategien in der Expositionsbehandlung (Bernhard Osen & Johanna Schriefer)
In den letzten 20 Jahren hat das Konzept der „Achtsamkeit“, als eine bewusste, nicht wertende Form der Aufmerksamkeitslenkung auf Erlebnisinhalte des gegenwärtigen Augenblicks in die Behandlung verschiedener Störungsbilder Eingang gefunden. Erste Forschungsergebnisse weisen auf die Wirksamkeit von Achtsamkeit als klinische Intervention hin. Mittlerweile zeichnen sich Tendenzen ab, achtsamkeitsbasierte Interventionen in der Therapie von Zwangsstörungen gezielt zu nutzen.
In diesem Workshop werden das Konzept der Achtsamkeit und die theoretischen Hintergründe seiner Anwendung bei der Behandlung von Zwangsstörungen vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Achtsamkeitsstrategien innerhalb der Exposition in vivo mit Reaktionsmanagement (Konfrontation mit zwangsauslösenden Reizen, ohne das Zwangsverhalten auszuführen). Praktische Übungen zur Achtsamkeit im Alltag sollen ebenso wie Video gestützte Fallbeispiele den Einsatz von Achtsamkeitsstrategien verdeutlichen und erfahrbar werden lassen. Der Workshop bietet Gelegenheit, eigene Erfahrungen, Beispiele und Fragen einzubringen. Ein aktiver, neugieriger und offener Austausch, sei es als Betroffener, Angehöriger oder Therapeut ist sehr willkommen. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.
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F4 Schematherapie bei Zwangsstörungen (Eckhard Roediger/Ellen Knauß)
Die Erweiterung der VT durch die Schematherapie besteht vor allem in dem stärker biographisch orientierten Störungsmodell, der nachbeelternden Beziehungsgestaltung und dem Einsatz emotionsfokussierter Techniken (wie Imaginationsübungen und Dialoge auf Stühlen). Das schematherapeutische Vorgehen bei Zwangsstörungen wird anhand von Fallbeispielen mit Videoausschnitten dargestellt.
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F5 Psychosocial treatment for tic and habit disorders (Kieron O’Connor)
Cognitive behavioural techniques for treating tics and body focused habit disorders have existed for over 30 years and are centred around habit reversal techniques largely inspired by learning models. The present workshop presents a cognitive psychophysiological model of tic onset and an empirically validated multicomponent program employing cognitive, behavioural and psychophysiological techniques for controlling tics and associated body focused habit disorders such as hair pulling, nail biting, knuckle cracking, teeth grinding, skin picking and scratching.
The program follows 10 steps: (i) awareness training (functional analysis); (ii) muscle retraining; (iii) relaxation; (iv) reducing sensori-motor activation; (v) modifying style of planning action; (vi) cognitive and emotional restructuring; (vii) behavioural restructuring; (viii) cognitive and behavioural restructuring in high risk situations; (ix) generalization to other tics; and (x) relapse prevention. Although the program has been validated on adults and adolescents, it can be adapted to children.
Unlike other behavioural programs such as habit reversal, the present model aims to prevent tic onset by overall cognitive and behavioural restructuring of sensori-motor activation, rather than reverse, impede or modify the tic movement.
Presentation will be didactic and interactive as the 10 steps of the treatment program are presented. The program is illustrated with case vignettes and discussion of cases provided by the participants. Videos will also be presented to illustrate tics.
Key references
1. O'Connor, K.P., Brault, M., Loiselle, J., Robillard, S., Borgeat, F., and Stip, E. (2001). Evaluation of a cognitive-behavioral program for the management of chronic tic and habit disorders. Behaviour Research & Therapy, 39, 667-681.
2. O'Connor, K.P. (2002). A cognitive behavioral/psychophysiological model of tic disorders. Invited Essay. Behaviour Research and Therapy, 40, 1113-1142.
3. O’Connor, K.P. (2005). Cognitive behavioral management of tic disorders. John Wiley & Sons.
4. O’Connor, K.P., Lavoie, M.E., Stip, E., Borgeat, F., and Laverdure, A. (2008). Cognitive-behaviour therapy and skilled motor performance in adults with chronic tic disorder. Neuropsychological Rehabilitation, 18, 45-64.
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F6 „...und wenn der rote Fleck doch Blut ist?“ – Komplikationen in der Durchführung von Expositionsbehandlungen bei Handlungs- und Gedankenzwängen (Thomas Hillebrand)
Die Expositionsbehandlung von Zwängen z.B. im häuslichen Umfeld des Patienten stellt eine therapeutische Herausforderung dar, da sich die Kontextbedingungen deutlich vom gewohnten Therapiealltag unterscheiden. Trotzdem lohnt sich der Einsatz für den Patienten.
Im Workshop werden typische Komplikationen vorgestellt, die im Rahmen einer Expositionsbehandlung auftreten können. Zögerliche Motivation, kognitives Flüchten, zu geringe oder überbordende emotionale Anspannung sind nur einige Aspekte die den Patienten betreffen. Es gibt aber auch offene Fragen auf Seiten des Therapeuten, z.B. ethische Skrupel bei Expositionen im Bereich sexuell-aggressiver Zwangsgedanken oder Unsicherheiten, den Patienten im häuslichen Umfeld aufzusuchen. Im Workshop werden Bewältigungsmöglichkeiten erarbeitet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der optimalen Vorbereitung, die das Auftreten dieser Schwierigkeiten deutlich minimiert. Fallbeispiele der Teilnehmer sind willkommen.
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F7 Zwang und Trauma – Workshop für Betroffene (Susanne Fricke)
In den letzten Jahren wird mehr und mehr die Bedeutung von traumatischen Erfahrungen für die Entstehung und den Verlauf von Zwangserkrankungen deutlich. Untersuchungen weisen darauf hin, dass mehr als die Hälfte aller Zwangskranken in ihrem Leben mindestens ein traumatisches Ereignis erlebt hat. Dementsprechend besteht bei vielen Zwangskranken ein großer Informationsbedarf bezüglich traumatischer Erfahrungen und deren Auswirkungen, möglichen Zusammenhängen mit Zwangssymptomen sowie der Bedeutung von solchen Erfahrungen für die Therapie und den Therapieerfolg.
In diesem Workshop sollen Informationen zu traumatischen Erfahrungen bei Zwangserkrankungen, deren Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten gegeben werden. Außerdem besteht ausführlich Gelegenheit zum Fragenstellen, zur Diskussion und zum Austausch.
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F8 Gegen den Zwang kämpfen - der Weg aus dem Zwang! – Workshop für Betroffene (Holger Müller)
Dieser Workshop beschäftigt sich damit was Betroffene tun können um gegen die Zwangsstörung „anzukämpfen“ und soll dazu Anregungen aber auch Motivation für die Betroffenen geben.
Es werden die therapierelevanten Phasen bei der Bewältigung der Zwangsstörung erläutert und dabei praxisnah Möglichkeiten und Erfahrungen vermittelt und ausgetauscht, wie:
- Was hilft den Betroffenen in den einzelnen Phasen?
- Was kann der Betroffene selbst dazu beitragen um einen guten Therapieerfolg zu erzielen?
- Wie kann der Betroffene dem Zwang den „Nährboden“ nehmen?
Im Weiteren ist es wichtig nach beendigter Therapie, vor allem nach einer stationären Therapie, dafür zu sorgen dass der Therapieerfolg gesichert und frühzeitig ein möglicher Rückfall verhindert wird. Wichtig ist dabei eine Rückfallprophylaxe. In dem Workshop werden Möglichkeiten dazu aus der Erfahrung praxisnah dargelegt und mit den Teilnehmern ausgetauscht. Es werden dazu Hilfswerkzeuge erläutert wie u. a.:
- Einsatz des ABC-Modells zur Bewältigung bestimmter Situationen
- Ampelprinzip, insbesondere Früherkennungssignale und Bewältigungsstrategien
- Achtsamkeit
- Rolle der Selbsthilfegruppen
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F14 Das Gruppenkonzept für die Behandlung von Zwangspatienten an der AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim (Hans Volkwein)
Patienten mit Zwängen stellen nach wie vor eine besondere Herausforderung für Behandelnde dar. Im stationären Setting sowie auch im Rahmen der ambulanten Behandlung gewinnt der Einsatz von Zwangsbewältigungsgruppen an zunehmender Bedeutung. Eine hohe Verheimlichungstendenz bei Menschen mit Zwangsstörungen, das Bedürfnis nach Austausch mit ebenfalls Betroffenen zum Abbau von Resignation und Demoralisierung sowie zum Aufbau von Mut zu Veränderungsschritten spricht ebenso für ein zusätzliches gruppentherapeutisches Angebot für Zwangspatienten wie kürzer werdende Verweildauern und eine hieraus resultierende Notwendigkeit zu einem ökonomischen Vorgehen bei der Behandlung.
In diesem Workshop wird ein seit 2002 bewährtes stationäres halboffenes Gruppenkonzept zur Behandlung von Patienten mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen vorgestellt. Die Zwangsbewältigungsgruppe dauert 4 Wochen, wobei jeweils nach 2 Wochen neue Teilnehmer aufgenommen werden. Die Gruppe umfasst 8 therapeutisch geleitete Sitzungen a 1,5 Stunden, sie ist für bis zu 14 Teilnehmer geeignet. Im Workshop werden psychoedukative Bausteine zur Vermittlung von Störungsmodellen und Behandlungsrationalen vorgestellt. Ausführlich eingegangen wird auf die in der Gruppe erfolgende Anleitung zur selbstkontrollierten Konfrontation mit Reaktionsverhinderung und anschließenden Selbstverstärkung. In Ergänzung zu den 8 therapeutisch geleiteten Gruppensitzungen wird die Konzeption und Bedeutung der zusätzlichen 4 Treffen der Gruppenteilnehmer in Eigenregie erläutert. Dargestellt wird ferner die Einbettung der Zwangsbewältigungsgruppe in das multimodale Behandlungsangebot im stationären Setting der AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim.
Der Umgang mit spezifischen Schwierigkeiten sowie Möglichkeiten und Grenzen dieses Ansatzes werden erläutert und ein Focus auf Patienten mit Zwangsgedanken gelegt, die häufig schwieriger zu „erreichen“ sind.
Die Übertragbarkeit dieses Ansatzes auf das ambulante Setting wird mit den Workshop-Teilnehmern diskutiert.
Schließlich werden Ergebnisse zur Evaluation der stationären Zwangsbehandlung berichtet.
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S9 Die Funktionalität von Zwängen und ihre Auswirkungen auf die Therapieplanung (Reiner Wieland & Andreas Dehmlow)
Zwangserkrankungen stellen sich sowohl auf der Symptomebene als auch auf der funktionalen Ebene sehr heterogen dar. Ähnliche Zwänge können in ganz unterschiedlichen Bedingungskonstellationen auftreten und verschiedene Funktionen erfüllen. Sie können ein (unangemessener) Versuch eines verunsicherten Menschen sein, durch ein Streben nach Genauigkeit ein Gefühl von Sicherheit herzustellen. Bei Personen mit einem fragilen Selbstwertgefühl können sie auch dazu dienen, dieses durch das Erleben von Besonderheit kurzfristig zu stabilisieren. Neben diesen intrapersonellen kommen aber auch interpersonelle Funktionen von Zwängen in Betracht. So können sie z.B. in Partnerschaften als „Konfliktlöser“ fungieren, indem sie andere Problembereiche „verschwinden“ lassen. Schließlich ist beim Vorliegen zusätzlicher psychischer Störungen zu klären, welchen Stellenwert die Zwänge einnehmen und inwiefern sie behandelbar sind (z.B. bei komorbider schizotyper Störung, Autismus). Im Workshop werden anhand von Fallbeispielen unterschiedliche funktionale Zusammenhänge sowie das darauf abgestimmte therapeutische Vorgehen illustriert.
Zielgruppe dieses Workshops sind Therapeuten, die bereits Erfahrungen in der Therapie von zwangskranken Menschen gesammelt haben. Es ist erwünscht, dass Teilnehmer eigene Fälle in den Workshop mitbringen und diskutieren. Gerne können (anonymisierte) Fälle vorab an die Workshopleiter gesandt werden. RWieland@ahg.de oder post@andreas-dehmlow.de.
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S10 Akzeptanz- und Commitment-Therapie bei Zwangsstörungen (Rainer Sonntag)
Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT, als ganzes Wort gesprochen) ist ein neuerer Ansatz der Verhaltenstherapie, der sich nicht auf die Beseitigung oder Veränderung innerer Erlebnisse richtet. Stattdessen werden Offenheit und Akzeptanz gegenüber Gefühlen, Gedanken und körperlichen Empfindungen geübt. Ebenso werden Kognitionen nicht inhaltlich verändert, sondern ihre Wirkungen entschärft; dabei spielen sog. Defusions- und Achtsamkeitstechniken eine wichtige Rolle. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die zur Verfügung stehenden Verhaltensressourcen umso mehr zum Aufbau einer wertebezogenen Handlungs- und Lebensweise eingesetzt werden. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Anwendung der ACT bei Zwangsstörungen, wobei die ACT-spezifische Wertearbeit den Schwerpunkt bildet. Es geht darum, Werte zu wählen, zu formulieren und in praktisches Handeln umzusetzen.
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S 11 Verhaltenstherapie bei überwertigen Ideen und magischem Denken (Nicolas Hoffmann & Birgit Hofmann)
Überwertige Ideen sind Gedankenkomplexe, die im Anschluss an bestimmte Erlebnisse mit starker Affektbetonung immer wieder in den Vordergrund des Bewusstseins gelangen und einen dominierenden Einfluss auf das gesamte Fühlen und Handeln erlangen. Der Begriff magisches Denken bezeichnet den Glauben einer Person, durch die Ausführung oder Unterlassung bestimmter Gedanken oder Handlungen einen direkten, durch physikalische Gesetzmäßigkeiten nicht erklärbaren Einfluss auf Menschen oder Dinge ausüben zu können. Beide Phänomene, die bei vielen Formen des Zwanges eine wichtige Rolle spielen, stellen insofern eine besondere Herausforderung für die Therapie dar, als die innere Distanz zu ihnen sehr gering bis inexistent ist.
Es war daher erforderlich, neue therapeutische Strategien, besonders Expositionen betreffend, zu entwickeln und in der Praxis zu validieren. Die Wichtigsten werden anhand von Beispielen aus der Praxis der Referenten vorgestellt (und eventuell anhand von Beispielen der Teilnehmer) und ihre Anwendung wird demonstriert.
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S12 Pathologischer PC/Internet-Gebrauch: Krankheitsmodell, diagnostische und therapeutische Ansätze (Petra Schuhler )
Der pathologische PC/Internet-Gebrauch erregt seit einiger Zeit starkes fachliches wie öffentliches Interesse. Bis vor wenigen Jahren war diese psychische Störung nahezu unbekannt, heute werden spezifische Diagnose- und Therapiemodelle entwickelt: In dem Workshop wird das diagnostische und therapeutische Vorgehen der AHG Klinik Münchwies, in der betroffene PatientInnen seit 1998 behandelt werden, praxisnah dargestellt und anhand von Fallbeispielen und Therapiematerial erläutert. Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen normalem, problematischen und pathologischen PC-Konsum als Gaming (MMORPG – Massively Multiplayer Online Role-Playing Games), Chatting und Surfing. Im Zentrum steht die klinisch relevante Form des pathologischen PC-Konsums, wie er im Rahmen der stationären Rehabilitation behandelt wird. Der problematische Umgang mit dem neuen Medium PC/Internet wird nicht nur als dysfunktionales Reiz-Reaktionsmuster im Rahmen einer ‚on-line-Sucht’ begriffen, sondern als eine tiefgreifende Störung der Beziehungs- und Selbstwertregulation. Diagnostische Kriterien und nosologische Einordnungsgesichtspunkte mit dem Schwerpunkt auf Gemeinsamkeiten mit der und Unterschiede zur Zwangsstörung werden erörtert.
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S13 Sozialmedizinische Aspekte der Zwangserkrankung (Barbara Guldin)
Im Verlauf einer stationären psychosomatischen Rehabilitation zu Lasten der Rentenversicherung muss auch eine sozialmedizinische Leistungsbeurteilung erstellt werden. Zwangserkrankungen führen häufig zu qualitativen, aber auch zu quantitativen Leistungseinschränkungen. Der Workshop umfasst zu Beginn eine kurze Darstellung der relevanten Faktoren der Leistungsbeurteilung, danach werden die Kriterien der Leistungsbeurteilung anhand exemplarischer Fälle vorgestellt und diskutiert. Gerne können Telnehmer des Workshops eigene Fälle zur Diskussion stellen, zur effektiveren Bearbeitung können die Fälle vorab der Referentin in anonymisierter Form eingereicht werden (BGuldin@ahg.de).
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S15 Mit dem Zwang leben...?! - Betroffenenworkshop (Inga Boekhoff)
In diesem Workshop für Betroffene soll Raum sein für die Auseinandersetzung mit den Fragen „Wie kann ich mit dem Zwang leben und mein Leben positiver gestalten? Was hat mir bereits geholfen?“
Die Erfahrungen zeigen, dass viele Betroffene mit einer Zwangsstörung lernen müssen, mit dieser Störung zu leben, da eine 100%ige Symptomreduktion eher selten ist und Rückfälle ebenfalls auftreten können.
Hierbei können neben professionellen therapeutischen Angeboten auch die Nutzung persönlicher Ressourcen im Sinne persönlicher Stärken und Kraftquellen hilfreich sein. Der Blick soll daher weniger auf die Defizite von Patienten mit einer Zwangsstörung gerichtet werden, sondern mehr auf die Ressourcen, die zur Bewältigung des Problems im Alltag genutzt werden können. Ziel ist es, die Bedeutsamkeit der persönlichen Ressourcen herauszustellen und Raum für den gemeinsamen Austausch darüber zu bieten. Die Erfahrungen der TeilnehmerInnen werden hierzu gerne aufgenommen! Das Motto ist: Miteinander reden und voneinander Anregungen und Ideen beziehen!
Literatur:
- Auhagen, A. E. (Hrsg.): Positive Psychologie. Weinheim: Beltz PVU.
- Flückiger, Christoph/Wüsten, Günther (2008): Ressourcenaktivierung. Ein Manual für die Praxis. Bern: Verlag Hans Huber
- Oelkers, Carmen/Hautzinger, Martin/Bleibel, Miriam (2007): Zwangsstörungen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual. Weinheim: Beltz.
- Peseschkian, N. (2004): Positive Psychotherapie. 7. Aufl. Frankfurt/M.: Fischer.
- Reddemann, Luise (2007): Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren. 13. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta.
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S16 Betroffenenworkshop: zur Trichotillomanie (Antonia Peters)
Obwohl die Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen) mit einer Prävalenzrate von 1% zu den beachtenswerten Störungsbildern zählt, gibt es bislang nur wenige Hilfsangebote. Antonia Peters, selbst Betroffene, berichtet über ihre Erfahrungen mit Trichotillomanie und zeigt auf, welche Möglichkeiten der Therapie zur Verfügung stehen. Die Referentin leitet seit 10 Jahren die Info- und Beratungsstelle Trichotillomanie, die Betroffenen und Angehörigen Beratung anbietet und Mut macht, sich auf fachliche Unterstützung einzulassen, um die Krankheit zu überwinden.
Nach kurzer Einführung können z.B. diese Fragen mit den Teilnehmern diskutiert werden:
Was kann und muss ich als Patient selbst zum Erfolg meiner Therapie beitragen?
Wie kann ich auch nach der Therapie meine Eigenwahrnehmung und Eigenliebe fördern und stärken?
Der Workshop richtet sich an Betroffene, Angehörige, Therapeuten und Interessierte.
Literatur:
Trichotillomanie- Fragen und Antworten zum zwanghaften Haare ausreißen Antonia Peters (Hrsg.) Verlag: Pabst Science Publishers, Lengerich 2008 ISBN: 978-3-89967-425-5, Preis: 15,- €
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S17 Der Zwang in meiner Nähe - Workshop für Angehörige von Zwangskranken (Susanne Fricke, Michael Rufer und Wolf Hartmann)
Unter Zwangserkrankungen leiden meistens nicht nur die Betroffenen selbst, auch die Menschen aus dem nahen Umfeld stehen oft unter großem Leidensdruck. Häufig müssen sie sich den Regeln des Zwanges unterwerfen und sind in ihrem eigenen Freiraum eingeschränkt. Viele Angehörige möchten die Erkrankung besser verstehen, den Betroffenen – aber nicht seinen Zwang – unterstützen und selbst wieder mehr Lebensqualität bekommen. In diesem Workshop möchten wir Ihnen vermitteln, wie Sie den Betroffenen unterstützen und was Sie für sich selbst tun können. Es wird Gelegenheit zum Fragenstellen, zur Diskussion und zum Austausch geben.
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S18 Erfahrungen mit ambulanter Gruppentherapie bei Zwängen unter Berücksichtigung spezifischer sozialer Defizit (Carmen Oelkers und Christine Schink)
Vorgestellt wird ein ambulantes Behandlungsprogramm, wie es am Psychologischen Institut der Universität Tübingen seit 2005 regelmäßig durchgeführt wird. Über zwei Behandlungsmodule erfolgt zunächst die symptomspezifische Therapie der Zwangsstörung u.a. mittels ausführlicher Psychoedukation, kognitiver Intervention und therapeuten-begleiteten Einzel-Expositionen. In der Folge wird über kognitive Umstrukturierung, Verhaltenstests und Rollenspiele an zwangstypischen sozialen Grundannahmen und Verhaltensdefiziten gearbeitet.
Diskutiert werden die Bedeutung und Gestaltung spezifischer Elemente des Programms, dessen Vor- und Nachteile sowie die Akzeptanz, Mitarbeit und Response seitens der Patienten. Darüber hinaus wird die Tauglichkeit eines solchen Programms für den psychotherapeutischen Praxisalltag kritisch beleuchtet.
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